Nachhaltigkeit

Bildung für nachhaltige Entwicklung

Was hat Kaffee mit dem Klima zu tun?

Kaffee ist das beliebteste Getränk in Deutschland. Mit einem durchschnittlichen Kaffeekonsum von 148 Liter pro Person und Jahr trinken die Bundesbürger mehr Kaffee als Bier. Die für die Erzeuger profitablen Kaffeepreise in den Jahren 1994 bis 1998 hatten in großen Teilen der Welt zu einer Ausweitung von Neuanpflanzungen geführt. Regenwälder mussten Kaffeeplantagen weichen. Außerdem wurden herkömmliche Kaffeepflanzen durch moderne Neuzüchtungen ersetzt. Diese sind nicht nur ertragreicher als die traditionellen Gewächse, sondern kommen auch ohne den Schatten der umliegenden Pflanzen aus. In den Hochländern Guatemalas, der Dominikanischen Republik und in anderen Staaten der Karibik und Zentralamerikas begann man damit, alle Pflanzen rund um den Kaffee auszureißen und störte auf diese Art das Gleichgewicht ganzer Ökosysteme.

Alle existierenden Arabica-Kaffeesträucher stammen von Pflanzen aus der Region Kaffa in Äthiopien ab. Die einzigen wild wachsenden Arabica- Kaffeepflanzen der Welt gedeihen in den letzten verbliebenen Regenwäldern dieser Region. Während die Bevölkerung in Äthiopien stark wächst, verschwinden die Regenwälder mehr und mehr. Ende der 1960er Jahre waren noch rund 40% des Landes bewaldet, inzwischen ist der Waldanteil auf ca. 2,7 % geschrumpft.

Tropische Regenwälder beheimaten nicht nur zahlreiche Tier- und Pflanzenarten, die sonst nirgendwo auf der Welt zu finden sind, sondern beeinflussen auch das Klima der Erde. Die Bäume der Regenwälder tragen in hohem Maße zur Kühlung der Erdatmosphäre bei. Zum eigenen Schutz vor der intensiven Sonnenbestrahlung lassen die Pflanzen auf ihrer Blattoberfläche Wasser verdunsten. Diese Feuchtigkeit  steigt auf und es kommt zur Wolkenbildung über den Wäldern. In regelmäßigen Abständen fällt das Wasser über den tropischen Wäldern dann wieder als Regen hinab. Etwa ein Viertel seines gesamten Wasserhaushaltes erhält der Regenwald auf diese Art. Da die Bäume darüber hinaus das Treibhausgas Kohlendioxid in Sauerstoff umwandeln, werden Regenwälder auch als “Grüne Lunge der Erde“ bezeichnet.

Eine zunehmende Vernichtung der Regenwälder hat nicht nur verheerende Folgen für seine Bewohner, sondern auch für das gesamte Erdklima. Durch die Zerstörung von tropischen Waldflächen kann weniger Kohlendioxid abgebaut werden. Viele Forscher schätzen, dass sich der Kohlendioxidgehalt in der Erdatmosphäre um mehr als ein Viertel erhöhen würde, wenn alle tropischen Regenwälder der Erde vernichtet wären. Abgase steigen in die Atmosphäre und verhindern, dass Wärme von der Erde ins All abstrahlen kann. Die Erderwärmung nimmt zu.

Nur wenn der Wald den Menschen vor Ort einen wirtschaftlichen Nutzen bringt, ist er sicher vor Abholung und Brandrodung. Mit dem Ziel, die Regenwälder und den dort wachsenden Wildkaffee zu erhalten und den Menschen in der Region ein gesichertes Einkommen zu ermöglichen, haben sich verschiedene Partner aus staatlicher und nichtstaatlicher Entwicklungszusammenarbeit zusammengetan und wegweisende Projekte initiiert. So haben zum Beispiel Bauern in Äthiopien das Recht erhalten, Kaffeefrüchte im Wald zu pflücken, wenn sie sich gleichzeitig dazu verpflichten, für die Bewahrung des Waldes zu sorgen. Für Kaffee aus dem Fairen Handel werden Mindestpreise festgesetzt, die in Absprache mit den Produzentenorganisationen und unabhängig von den Preisschwankungen auf den Märkten zu zahlen sind. Sie decken sowohl die Produktionskosten ab, die unter menschenwürdigen Arbeits- und Lebensbedingungen entstehen, als auch die alltäglichen Lebenshaltungskosten.  Verbraucher/innen, die in Deutschland Kaffee kaufen, beeinflussen mit ihrer Kaufentscheidung sowohl das Klima als auch das Leben vieler Menschen auf der Erde.

In dem Vortrag “Kaffee: Lebenselixier oder Teufelstrank?“ wird dargestellt, wodurch sich die verschiedenen Kaffeesorten unterscheiden, was beim Einkauf und bei der Zubereitung beachtet werden sollte und wie man guten Kaffee erkennt. Außerdem werden die Ergebnisse der neusten wissenschaftlichen Studien  vorgestellt, die zeigen, dass Kaffee zahlreiche gesundheitsfördernde Wirkungen hat.

Lebenselixier Wasser

Wasser macht schlauer, schöner, erleichtert das Abnehmen und schützt vor vielen Krankheiten – vorausgesetzt, man setzt es richtig ein. Dabei kann Wasser sowohl innerlich als auch äußerlich zur Anwendung kommen.

Wasser ist nicht nur ein wichtiges Lebens- und Heilmittel, sondern hat auch ökologische, ökonomische, soziale und kulturelle Bedeutung. Das kostbare Gut wird weltweit immer knapper und die Aufbereitungsmethoden aufwändiger. Aufgrund der begrenzten Verfügbarkeit ist ein nachhaltiger Umgang mit Wasser erforderlich.

In dem Vortrag “Wie Wasser zur Lebensversicherung wird“ erfahren die Teilnehmer/innen, wie im Alltag der Wasserverbrauch und die Wasserverschmutzung verringert werden können. Außerdem wird erklärt, was die Inhaltsstoffe des Wassers im menschlichen Körper bewirken können, wodurch sich verschiedene Trinkwassersorten unterscheiden, wie die verschiedenen Aufbereitungsverfahren die Wasserqualität beeinflussen und welche Trinkmengen richtig sind.

Heute richtig einkaufen, damit wir morgen noch gut essen können

Ausländische Spezialitäten anstelle von regionalen Produkten? Fertiggerichte statt frische Zutaten? Was und wie wir heutzutage einkaufen, entscheidet darüber, welche Lebensmittel unsere Kinder und Kindeskinder in Zukunft in den Geschäften vorfinden werden. Auch auf Klima, Landwirtschaft, gesellschaftlichen Wohlstand, Sozial- und Esskultur hat unser Einkaufsverhalten Einfluss. In dem Vortrag “Gesunde Ernährung beginnt beim Einkauf: Heute richtig einkaufen, damit wir morgen noch gut essen können“ wird erklärt, wie Verbraucher/innen leichter die Lebensmittel finden, die ihren Vorstellungen entsprechen.

Der Wald: die älteste Apotheke der Welt

Seit Beginn der Menschheitsgeschichte nutzen Menschen Produkte des Waldes. Auf vielfältige Weise beeinflusst der Wald unser seelisches und körperliches Wohlergehen. In dem Vortrag “Gesundheit aus dem Wald wird darüber informiert, wie Wälder die Gesundheit des Menschen fördern können und was der Mensch tun kann, um Wälder gesund zu erhalten.

Wenn Shampoo und Zahnpasta krank machen

Viele Körperpflegemittel enthalten gesundheitsschädigende Inhaltsstoffe. Da das Nervensystem eng mit dem Immun- und hormonellen System verbunden ist, können chemische Substanzen schon in kleinen Mengen zu Beschwerden, wie beispielsweise Müdigkeit, Kopfschmerzen, grippeähnlichen Symptomen, Atemwegsproblemen, Magen-Darm-Erkrankungen und Hautveränderungen führen. In dem Vortrag “Wie unbedenklich sind Hautpflegemittel, Shampoo und Zahnpasta? wird deutlich, wie Pflege- und Reinigungsmittel wirken, welche schädlichen und unschädlichen Stoffe sie enthalten und wie Sauberkeit und Körperpflege ohne Belastung von Gesundheit und Umwelt möglich sind.

Umweltfreundlich Saubermachen

Jeder Mensch kann zur Entlastung der Umwelt und zur Entgiftung des eigenen Haushaltes und damit auch zur Reduzierung der gesundheitlichen Belastung durch Chemikalien beitragen. In dem Vortrag “Umweltfreundlich Saubermachen“ werden Tipps für den Einkauf und die Anwendung von Reinigungsmitteln gegeben. Darüber hinaus werden umweltverträgliche Reinigungs-, Spül- und Pflegemittel selber hergestellt und ausprobiert.